Epoxid wird ganz schön warm!

Epoxid wird ganz schön warm!

Epoxid wird ganz schön warm!

Dass man Epoxid nicht in übermäßig großen Portionen anmischen soll, weiß ja jeder von uns, aber wie viel ist „nicht übermäßig“? Und wie warm ist „wird sonst heiß”? In diesem Video probiere ich es einfach mal aus:

Zu dem Video gibt es ansonsten nicht viel zu sagen. Ich habe 10.000 g Harz mit 4.000 g Hart (Härter) in einen kleinen Plastikbecher eingewogen und mische die beiden, nachdem ich sie vor die Kamera gestellt habe.

Der Temperaturfühler sieht etwas merkwürdig aus: Es handelt sich um einen normalen K-Type Fühler, aber damit ich ihn nicht sauber machen muss, habe ich ihn einfach mit 50 µm Kapton Film abgeklebt. Das sollte für dieses Experiment keinen relevanten Einfluss auf die Temperatur haben.

Am Interessantesten ist vielleicht noch die Einblendung von Temperatur und Zeit, aber das zeige ich euch im Detail in einem anderen Beitrag.

Exotherme Katastrophe

Ich habe mir überlegt, doch noch zwei Worte zu dem heißen Epoxid zu verlieren:

Die Reaktion von Harz und Härter ist expotherm, es wird also beim Aushärten Wärme frei. Dazu kommt, dass im Prinzip alle chemischen Reaktionen durch Wärme schneller ablaufen (ausser wenn sich durch die Erwärmung die Lage des Reaktionsgleichgewichtes komplett verschiebt, aber das spielt für uns hier keine Rolle).

Dadurch, dass die Reaktion schneller abläuft entsteht mehr Wärme (pro Zeit) und die Temperatur steigt stärker, wodurch die Reaktion schneller abläuft, wodurch wieder …

Du siehst das auch gut in dem Video, wenn Du darauf achtest.


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4 comments

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  1. Peter
    Peter 12 Juli, 2013, 11:07

    Man sollte wohl 10g und 4g schreiben, denn der Punkt ist in Deutschland das Tausendertrennzeichen und damit steht dort 10kg und 4kg, ausserdem wurde sicher nicht so genau gewogen wie diese sinnlose Anzahl von Nachkommastellen suggeriert

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    • Dr. Stack van Hay
      Dr. Stack van Hay 12 Juli, 2013, 12:06

      Ja, stimmt! Aber das deutsche Spiel mit dem , und dem . mache ich nicht mit. Mein Blog ist ja kein staatliches Dokument, nicht gewerblich und auch keine Klausur. Falls Dich das ehrlich verwirrt hat, bitte ich um Entschuldigung, das war nicht meine Absicht.

      Es ist mir einfach zu blöd bei (fast) jedem verdammten Computer-Output immer den sch*** Punkt durch ein sch*** Komma zu ersetzen, oder für so einen Quatsch gar Programmzeilen einzubauen. Zumal das auch nicht helfen würde, denn spätestens bei Quelltexten wäre der internationale Standard wieder da. Also: Hier im Blog immer und immer einheitlich . für Dezimal und , für Tausender.

      Was die Nachkommastellen angeht: Ich bin Chemiker und die Waage war eine Sartorius RC 210, diese Kombination erlaubt es ohne jede Anstrengung auf 1 mg genau einzuwiegen und das habe ich auch gemacht. Wie sinnvoll das ist? Ich finde das nicht so einfach. 4 g bedeutet, dass die 4 signifikant ist, also irgendwas zwischen 3.5 g und 4.4 g. Ich glaube nicht, dass jemand der 40 g Härter einwiegen muss sich wirklich mit 35 g zufrieden geben sollte. Die Ergebnisse wären nicht gut, wahrscheinlich sogar schlecht. Die Menge Härter beeinflusst übrigens extrem stark die maximal-Temperatur! Wenn man mehr Härter zugibt kann man in diesem kleinen Becher auch auf über 180 °C kommen!

      Ja und da habe ich den Härter jetzt halt mit 4 signifikanten Stellen eingewogen, was schon etwas übertrieben ist 🙂

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    • Pan
      Pan 21 Juli, 2013, 22:17

      Am einfachsten wäre wohl der wirkliche internationale Standard:

      Tausender nur mit (schmalen) Leerzeichen in dreier Gruppen trennen (Laut ISO NIEMALS Punkt Komma oder anderes Zeichen).

      Dezimal: Komma (Französisch) oder Punkt (Britisch)

      So ist dann aber egal ob Komma oder Punk weil bei den Tausendern dann nur Leerzeichen verwendet werden.
      Ach ja laut DIN sind auch ‚ als Tausender erlaubt.

      So soviel meinerseits dazu 😉

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